Hast du Mühe mit dem Thema annehmen?

Immer wieder hören wir, nimm einfach an, dann fließt alles in dein Leben. Ist es wirklich so einfach, gerade jetzt wo vieles nicht möglich ist, wo wir eingeschränkt werden?

Wie können wir aus ganzem Herzen annehmen?

Mein Blogbeitrag lädt dich ein, das Thema Annehmen näher zu beleuchten. Mit vier Schritten zeige ich dir einen Weg auf, wie du dem Thema Annehmen schneller auf die Spur kommst.

Mühe anzunehmen

Es gibt so viele verschiedene Formen von Annehmen. In allen Lebensbereichen kann uns das Thema Annehmen begegnen. Wenn wir das Wort annehmen hören, bringen wir es gerne mit etwas Schönem, mit etwas Angenehmen in Verbindung, etwas was uns Freude bereitet.

Annehmen ist auch immer wieder ein Thema bei mir. Annehmen ist etwas total Schönes, seine Hände auszubreiten, ein Geschenk anzunehmen, auf das Konto zu blicken, die Einnahmen zu sehen, liebevolle Worte hören, Zeilen lesen, die voller Dankbarkeit an mich gerichtet sind…

Dennoch gibt es Momente, wo ich Mühe habe anzunehmen, wo ich spüre etwas verschließt sich in mir. Ich habe entdeckt, dass es mit meinem Wertseingefühl zu tun hat. Kann ich es mir wert sein die Geschenke, die das Leben für mich bereit hält anzunehmen? Kann ich glücklich sein, wenn es so viele Menschen hier auf der Erde gibt, die so wenig haben?

Genau diese Fragen höre ich sehr oft in meinen Beratungen und Seminaren. Das zeigt mir, das taucht nicht nur bei mir auf, das ist eine kollektive Herausforderung.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich vor vielen Jahren ein positives Feedback erhielt, das war ganz am Anfang, als ich mit Einzelsitzungen begonnen habe. Es war mir regelrecht unangenehm. Ich habe dieses unangenehme Gefühl in mir gespürt, als ob sich eine Tür schließt. Ich war total erstaunt, wie kann das sein. Ich begleite Menschen, damit sie mehr in ihre Größe kommen, mehr Fülle annehmen können, letztendlich Heilung erlauben können und habe selbst solche Probleme anzunehmen. Das war ein Moment, mich bewusst diesem Thema zu stellen. Nicht ganz so einfach ;-)

Annehmen ist ein Weg

Wenn ich schreibe, ich sollte mich mit diesem Thema Annehmen beschäftigen, heißt das nicht, ich habe es entdeckt, beschäftige mich einen Tag damit und schwupps ist es weg. Es war ein erster Schritt in Richtung Annehmen. Ich entdeckte ganz viele Anteile, die es nicht gewohnt waren, dass etwas da ist, was liebevoll und schön ist, dass nur für sie da ist. Diese Anteile, auch innere Kinder genannt, haben so viele Erfahrungen durchlebt, wo das Annehmen schwer war, wo Verletzungen waren, wo etwas weggenommen wurde oder wo auch ich Dinge getan habe, die nicht liebevoll waren. All das trage ich noch in mir. Solange bis das Leben uns Gelegenheiten bietet diese verschollenen Anteile ans Licht zu bringen. Manchmal durch ganz einfache, auch lustige Begebenheiten.

Ganz zu Beginn meiner Tätigkeit, habe ich ausschließlich Beratungen in meiner Praxis angeboten. Die Klienten kamen zu mir und bezahlten auch gleich nach der Beratung oder Behandlung. Ich habe mir angewöhnt kein Geld in meinem Praxisraum zu haben, Geld sollte draußen bleiben, nebenan im Büro stand meine Kasse. Es war mir regelrecht unangenehm, wenn das Geld auf meinem Tisch lag, schnell wollte ich es nach drüben bringen. Als eine Klientin ihre Scheine auf den Tisch legte, nahm ich sie schnell und brachte sie rüber. Meine Klientin merkte, was mich bewegte und meinte mit einem Augenzwinkern, ist mein Geld schmutzig, weil du es so schnell rausbringst? Uff, das hat gesessen! Dieses Erlebniss ließ mich wirklich wach werden in Bezug auf annehmen in jeglicher Form.

Wenn ich jetzt darüber schreibe muss ich schmunzeln. Wie toll ist es, dass wir zum richtigen Zeitpunkt solche Hinweise erhalten.

Der Atem ist die einfachste Form von Annehmen

Annehmen hat letztendlich immer etwas mit Liebe zu tun. Können wir uns für die Liebe öffnen, die für uns da ist, können wir diese Liebe annehmen? Die einfachste Form von annehmen ist der Atem. Unser Atem bringt so viel Lebendigkeit, so viel Frische, so viel Liebe mit. Jeder Atemzug kann ein liebevolles Annehmen sein. Egal, ob ich beim einatmen daran denke, es reicht, wenn ich mir kleine Atempausen schenke, wenn ich mich erinnere, dass die Liebe in jedem Atemzug in mich hineinströmt. Das Schöne, ich brauche nichts dafür zu tun, es braucht keine Gegenleistung, damit ich etwas erhalte. Der Atem fließt ganz automatisch.

Als ich das erkannt habe, wie einfach es ist diese Liebe über den Atem anzunehmen, war und ist es meine liebste Übung, die ich in meinen Alltag einbaue. Die Liebe ist immer und immer für uns da, in angenehmen, wie auch in herausfordernden Zeiten. Sie fließt unaufhörlich aus der Quelle. Mit dieser Liebe meine ich die bedingungslose Liebe, die für uns alle da ist – ich nenne sie die Liebe Gottes. Vielleicht hast du einen anderes Wort dafür.

Je mehr ich die letzten Jahre erkannt habe, was wirklich wichtig ist, verblasst das stetige streben nach Erfolg oder was ich damit verbunden habe. Annehmen ist mehr als nur mit Geld verbunden. Natürlich gehört Geld mit dazu. Wir benötigen ein gewisses Maß an Geld, um unseren Alltag zu leben, um die Ausgaben zu bezahlen. In jedem Geldschein kann Liebe mitschwingen, es ist unsere Betrachtungsweise – unsere innere Haltung.

Erforsche deine inneren Anteile

Zurück zu meinem Erlebnis mit den Geldscheinen. Nach diesem Erlebnis erforschte ich die Anteile in mir, die Mühe hatten mit dem Annehmen, ich entdeckte viele innere Anteile, die gerade in dem Bereich des Heilens einiges erlebt hatten, indem sie mir vermittelten, ich bin es nicht Wert Geld, sprich Liebe anzunehmen. Es muss auch ohne Bezahlung gehen. Heilen sollte nichts kosten, heilen ist ein Akt von Liebe geben und Liebe darf nichts kosten.

Puhh, das war eine ziemlich tiefe Erkenntnis. Ich war total dankbar, dass meine Anteile zum Vorschein kamen und mir ihre Geschichten erzählten. Da kam viel Schmerz, Trauer, Nichtwertseingefühl, Ausgegrenzheit, Hilflosigkeit, Lieblosigkeit… ans Licht. Nicht alles auf einmal, langsam Monat für Monat, Jahr für Jahr. Das ist das Schöne, unsere Seele kennt den langsamen liebevollen Weg der Heilung. Wenn wir uns darauf einlassen, geschieht Heilung, die genau zu uns passt, die unserem natürlichen Rhythmus entspricht.

Mein Thema annehmen ist nie fertig, da gibt es kein Ziel, wo wir ankommen können. Es gibt immer etwas zum Annehmen, so wie unser Atem permanent ein- und ausfließt, genauso ist es mit dem Annehmen, es gehört zu unserem Leben, wie das Atmen. Annehmen nährt uns und unsere Seele und wir werden von unserer Seele genährt. Es ist ein Wechselspiel das uns jeden Tag erfüllt. Wir nehmen und geben gleichzeitig. Dazwischen entdecken wir die alten Muster und Prägungen, Erfahrungen aus diesem oder auch vorhergehenden Leben, wo uns das Annehmen schwer gefallen ist, wo wir Erfahrungen gesammelt haben.

Mittlerweile freue ich mich über meine inneren Kinder, die auftauchen, um mir zu zeigen, wo ich genauer hinschauen und hin fühlen darf, wo noch zu wenig Liebe fließt, wo ich meine Tür noch verschlossen halte oder nur ein kleines bisschen öffne.

Nimm Unterstützung an

Beim Annehmen taucht natürlich auch das Wort Unterstützung auf. Wir dürfen lernen, dass wir den Weg nicht alleine gehen müssen. Wir dürfen uns begleiten lassen. Es tut so gut, wenn ich spüre, ah da ist noch jemand oder Etwas da, das mich auf meinem Lebensweg begleitet. Das kann ein Engel, ein Krafttier oder ein weltlicher Begleiter sein. Seit vielen Jahren lasse ich mich gerne begleiten, ich schenke mir viel Unterstützung in Form von Einzelsitzungen in den verschiedensten Bereichen. Dazu natürlich meine geistigen Helfer, die Engel und meine lieben Krafttiere. Das ist so entspannend, wenn wir spüren, wir sind nicht alleine.

Zusammenfassung der vier Schritte

  1. Annehmen ist ein Weg
  2. Der Atem lädt dich ein anzunehmen
  3. Erforsche deine inneren Anteile
  4. Öffne dich für Unterstützung

Du bist eingeladen…

Wie geht es dir mit dem Thema annehmen? Fällt es dir leicht anzunehmen, dich für dich Liebe zu öffnen? Gerne kannst du deine Erfahrungen mit uns teilen. Wenn du magst schreibe unten einen Kommentar – ich freue mich von dir zu lesen.

Herzliche Grüße

Marianne

P.S. Wenn du an einem Punkt in deinem Leben stehst, wo du mehr Unterstützung brauchst, dann könnte das eine Einzelsitzung mit mir sein. Wenn du magst, komm vorbei und nehme an. >>>Hier kommst du weiter

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