Entdecke deine inneren Kinder – Teil 1

Gerade wenn Chaos und Durcheinander herrschen ist es höchste Zeit sich nach innen zu wenden, zu spüren, da gibt es noch Anteile – innere Kinder – die Aufmerksamkeit fordern.

Wie bekommst du mehr Zugang zu deinen inneren Kindern?

Heute möchte ich dir in meinem Blogbeitrag deine inneren Kinder näher bringen. Ich gebe dir Beispiele, wie du deine inneren Kinder erkennst und sie langsam Heilung erfahren können.

Deine Pläne realisieren sich nicht, was ist los?

Bestimmt kennst du das, du hast dir etwas vorgenommen, hast es bis ins kleinste Detail geplant, hast viel Zeit eingeplant, hast deine Kraft, deine Liebe mit hinein gegeben und es wird nichts daraus. Alles was du so wunderschön kreiert, was du dir vorgestellt, was du über einen längeren Zeitraum ausgearbeitet hast, verpufft. Keine Frage, das ist nicht besonders prickelnd, das ist frustrierend. Wenn es dir einmal passiert, gut, das kann mal vorkommen. Doch wenn es einige Male hintereinander geschieht, dann ist es Zeit mal genauer hinzuschauen. Was ist da los? Was hindert dich deine Wünsche, deine Pläne in die Welt zu bringen? Gibt es etwas, das du übersehen hast?

All das was ich dir beschrieben habe kenne ich nur zu gut. Gerade wenn man selbständig ist, gibt es immer wieder Situationen, wo geplante Ideen nicht realisiert werden. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich vor über 30 Jahren in Berührung kam mit energetischen Behandlungen, damals begann ich mit den Füssen, hatte ich eine Menge an Plänen. Immer kam nochmal etwas Neues dazu. Ich wollte selbst Behandlungen anbieten, später kam der Wunsch, Seminare zu geben, dann das Blogschreiben… Bei all diesen Plänen vergaß ich, dass es innere Kinder gibt, die nicht so schnell mitkommen können, die zuerst einmal erkannt werden möchten.

Was sind innere Kinder?

Damals wusste ich nichts von inneren Kindern, ich hatte diese Wörter noch nie gehört. Mit den Jahren durfte ich meine inneren Kinder kennenlernen. Sie kamen nicht lächelnd aus der Ecke zu mir, winkten mir zu und freuten sich. Es war oft gar nicht so einfach sie zu erkennen.

Ich versuche mit meinen Erfahrungen, meinen Erlebnissen, mit meinen Worten auf ganz einfache Weise die inneren Kinder zu erklären. Innere Kinder sind Anteile von mir, die einiges erlebt haben. Es können Babies, Kleinkinder oder auch Jugendliche sein. In jedem Entwicklungsstadium können innere Kinder entstehen. Sie entstehen durch Gefühle, Erlebnisse und Prägungen. Haben wir in der frühen Kindheit etwas erlebt, was nicht so schön war, was nicht verarbeitet wurde, bleibt dieses innere Kind an dieser Stelle stehen, es ist wie gelähmt, es kann sich nicht mehr bewegen oder es möchte wegrennen oder es kämpft.

Wenn wir bei diesem Erlebnis keine Hilfe, keine Zuwendung erfahren haben, damit dieses  Gefühl sich auflösen konnte, bleibt es bestehen. Das innere Kind bleibt im gelähmten, kämpferischen oder fliehenden Modus.

Wir wachsen natürlich weiter, vergessen dieses Erlebnis. Was auch notwendig ist, sonst könnten wir nicht existieren. So erleben wir im Laufe unseres Lebens immer wieder Situationen, ob innere oder auch äußere, die unverarbeitet in uns ruhen. Es ist wie Essen, das wir aufnehmen und unverdaut irgendwo in uns liegt. Je mehr neues unverdautes sich in uns stapelt, umso unwohler wird es uns. Bis der Zeitpunkt kommt, wo es nicht mehr möglich ist, noch mehr aufzunehmen. Das Fass ist voll, oder der Schrank ist so voll gestopft, nichts hat mehr Platz, die Türen gehen nicht mehr zu. Meistens ist das der Augenblick, wo wir etwas erleben, wo unser Leben still steht, wo wir gezwungen werden inne zu halten. Ich nenne es gerne das Erwachen, wir wenden unseren Blick nach innen, entdecken unsere innersten Gefühle – unsere inneren Kinder.

Als mein Schrank sich öffnete, als er proppen voll war, war ich erstaunt, wie viele inneren Kinder sich nach und nach meldeten. Meine Güte, was haben sie alles erlebt, was müssen sie gelitten haben, wie viele Ängste, Schmerzen haben sie ertragen. In dem Moment des Erwachens geben wir die Erlaubnis, dass sich unsere inneren Kinder melden dürfen. Nicht alle auf einmal, das wäre zu viel, wir wären überfordert. Das ist das Schöne, es gibt eine höhere Macht, die aufpasst, die uns liebevoll führt, die genau weiß, was wir aushalten können.

Wie zeigen sich innere Kinder?

Zurück zu meinem Beispiel mit dem Pläne schmieden und umsetzen. Wenn wir etwas Neues in die Welt bringen möchten und unsere inneren Kinder vergessen, wird es nicht oder nur teilweise gelingen.

Wir sind als Erwachsene gefordert unseren Platz einzunehmen, damit unsere inneren Kinder spüren, da ist jemand, da bist du, der die Verantwortung übernimmt. Ansonsten werden die inneren Kinder bemüht sein die Verantwortung zu tragen.

Wenn wir Eltern hatten, die zu wenig Verantwortung für einen Bereich übernommen haben, werden wir als Kind diesen Part übernehmen. Unsere inneren Kinder werden diese Verantwortung immer wieder tragen wollen. Bis wir sie wahrnehmen, bis wir spüren, das ist viel zu viel für ein kleines Kind. Indem Moment können wir unser inneres Kind, was so viel Verantwortung getragen hat, erlösen. Wir können ihm erlauben sich langsam umzudrehen, zu erkennen, es ist nicht alleine, es darf all die Verantwortung abgeben und einfach Kind sein.

Wenn uns etwas triggert, ob äußerlich oder innerlich, dann ist es gut, wenn wir genauer hinschauen. Gibt es ein inneres Kind, das sich bemerkbar machen möchte, das genau durch diesen Trigger spricht. Ein Kind, das wütend, traurig, verlassen, hilflos… ist. Das dir zeigt, halte inne, bevor du weitergehst. Beachte deine Gefühle.

Wenn immer wieder Wut auftaucht, bleib bei diesem Gefühl – spüre dein inneres Kind.

Wenn immer wieder Trauer auftaucht, bleibe bei diesem Gefühl – spüre dein inneres Kind.

Wenn immer wieder Hilflosigkeit auftaucht, bleibe bei diesem Gefühl – spüre dein inneres Kind.

Wenn immer wieder Verlassenheit auftaucht, bleibe bei diesem Gefühl – spüre dein inneres Kind.

Wenn immer wieder Schmerz auftaucht, bleibe bei diesem Gefühl – spüre dein inneres Kind.

Je nachdem, was unsere inneren Kinder erlebt haben, kann es sehr herausfordernd sein. Manchmal braucht es Wochen, Monate oder  Jahre, bis ein inneres Kind wieder Zutrauen hat, bis es spürt, da gibt es eine Liebe, die mich sieht, die mich wahrnimmt, die nichts von mir will, die einfach nur für mich da ist.

Nimm Unterstützung an

Es berührt mich immer zu tiefst, wenn ich wieder ein inneres Kind in mir entdecke, das total hilflos, verängstigt, verstrubbelt vor mir steht, das nicht weiß wo es hingehört. Es ist so schön, dass wir in solchen Momenten Hilfe annehmen können. Es kann ein Engel, ein Krafttier oder auch ein äußerer Helfer sein. Oft braucht es einfach nur ein Gefühl von Wärme und Sicherheit. So kann langsam Vertrauen entstehen, das innere Kind spürt, es ist nicht alleine, es wird anerkannt, es wird mit all seinem Schmerz gesehen – so kann es langsam heilen.

Jedes innere Kind hat seinen eigenen Rhythmus was Heilung betrifft. Es gibt keinen bestimmten Zeitplan, wenn auch unser Verstand das gerne hätte. Es braucht ganz viel Mitgefühl, wenn wir unseren inneren Kindern begegnen. Wir alle sind gerade eingeladen uns mehr und mehr für unsere inneren Kinder zu öffnen, damit wir unseren Platz als Königin, als König voller Souveränität einnehmen können. Nur wenn wir bereit sind unsere inneren Kinder teilhaben zu lassen, kann ein Leben voller Mitgefühl und Liebe entstehen.

Herzliche Grüße

Marianne

P.S. Nächste Woche geht es weiter mit Teil 2 – einer Audioaufnahme mit einer Übung mit deinen inneren Kindern

 

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