Wie viel Einfluss haben unsere Erfahrungen der Vorgeburt und Geburt?

Wir alle sind aus einer Zelle entstanden und konnten in einem Mutterleib wachsen und uns entwickeln. Wir alle haben eine Geburt durchlebt.

Können diese Erfahrungen von Vorgeburt und Geburt einen Einfluss auf uns und unser Leben haben?

In meinem Blogbeitrag möchte ich von meinen Erfahrungen mit Klienten erzählen, die mir in meinen Coachingsitzungen begegnet sind. Dazu noch aus den Morgenlichtausbildungen, die ich als Assistentin begleite.

Wenn wir als Seele hier landen

Dieses Thema von Vorgeburt und Geburt beschäftigt mich schon sehr lange. Es bleibt nicht aus, wenn man selbst, wie ich vier Kinder zur Welt gebracht hat, dass dieses Thema automatisch streift. Es betrifft uns Frauen ganz körperlich und natürlich auch seelisch. Eine neue Seele hat uns als Mama ausgewählt und möchte in uns zu einem kleinen Wesen heranwachsen. Aus einer kleinen Zelle entsteht ein fertiger Mensch, der bei der Geburt sichtbar wird.

Da ich mich schon viele Jahre mit Energiearbeit und Traumaheilung beschäftige, bei beiden beziehe ich die seelischen Aspekte, wie auch das körperliche mit ein. Dazu gehören auch die neun Monate und die Geburt. Beides gehört zusammen und sollte gemeinsam erkundet werden.

Im Idealfall ist das kleine Wesen neun Monate im Mutterleib. Da es ein lebendiges Wesen ist, bleibt es nicht aus, dass es Wahrnehmungen hat. Es sind noch nicht die Wahrnehmungen, die wir als Erwachsene kennen. Das Gehirn ist ja noch nicht vollständig entwickelt. Es sind viel subtilere Wahrnehmungen, die Seele ist sehr präsent. Diese Feinfühligkeit zieht sich mit den Jahren immer mehr zurück, je mehr wir in das Verstandesdenken hineinwachsen. Je mehr das Baby und Kleinkind mit Erwachsenen zusammen ist, die diese seelische Ebene kaum oder nicht leben und fördern.

In diesen neun Monaten wird das kleine Wesen mehr und mehr wahrnehmen, wo es sich befindet und was an diesem ersten Ort alles geschieht. Es nimmt die Gefühle, die Stimmungen der Mama wahr. Es nimmt die Liebe oder auch die Abneigung, das JA oder NEIN zu sich wahr.

Diese Gefühle sind nicht so klar, man kann sich das so vorstellen, wie ein großer Ozean, in dem das kleine Wesen schwimmt, es liebevoll oder hart hin und her geschaukelt wird. Wie aus dem Nebel tauchen diese Gefühle auf. Kann es sich sicher, gehalten und geborgen in dem großen Ozean fühlen? Oder ist nichts davon da, kein Halt, keine Sicherheit, keine Stabilität?

Wie Trauma entsteht

Wenn wir diese Zeit im Mutterleib als sehr instabil und unsicher erlebt haben, erhalten wir die ersten Prägungen für unser Leben. Es sind wie kleine oder große Abdrücke in unserem Energiefeld und auch im Körper hinterlassen sie Spuren.

Werden diese Erfahrungen der pränatalen Phase (Vorgeburt) nicht erkannt oder das kleine Wesen wird sich selbst überlassen, spricht man von Trauma.

Ein Trauma ist ein bedrohliches Erlebnis, das wir nicht ganz verarbeiten konnten. Die Erfahrung blieb an einem Punkt hängen, sie wurde nicht verdaut. Hatten wir z.B. in der pränatalen Entwicklung einen Störfaktor, eine Krankheit der Mutter, einen Schock der Mutter, einen Eingriff, Medikamente…, kann sich das als Trauma auswirken.

Wir tragen die unverdaute Vergangenheit in uns.

Wie Trauma heilen kann

Als Erstes ist zu erkennen, dass das Trauma nicht aus dem Jetzt aus der Gegenwart kommt, es sind die Wunden, der Schmerz aus der Vergangenheit.

Trauma, gerade aus der pränatalen Zeit braucht ganz viel liebevolle Fürsorge für das kleine Wesen. Das kleine Wesen kann noch nicht sprechen, es kann nur fühlen. Was bedeutet, mit Worten kommen wir da nicht weiter.

Wie bei jedem Trauma, aber besonders bei den vorgeburtlichen, braucht es einen Raum von Halt, Geborgenheit und ganz viel liebevolle Zuwendung. Nur so kann das kleine Wesen aus seinen schlimmen Erfahrungen in ein liebevolles Feld wechseln.

Jede Seele braucht einen liebevollen und kraftvollen Landeplatz, wenn es bei der Mama ankommen will. Ist das nicht oder ungenügend vorhanden, wird sich das kleine Wesen nie richtig angekommen fühlen, es fühlt sich nicht wahrgenommen. In der Traumaheilung bieten wir einen kraftvollen und liebevollen Landeplatz. Alles was gefehlt hat, kann nachgeholt werden, kann nachreifen. Das ist das Schöne, wir müssen nicht in diesem Traumastrudel hängen bleiben, nach und nach können die schlimmen Erfahrungen heilen.

Es geht nicht um Schuld

In diesem Beitrag geht es nicht um Schuldzuweisungen. Mein Beitrag möchte aufzeigen, wie früh Trauma entstehen und welche Auswirkungen es haben kann. Ich bin selbst Mutter von vier Kindern und habe bestimmt auch einiges an Trauma bei meinen Kindern hinterlassen.

Das Wichtigste, wir alle benötigen noch sehr viel Liebe, um wirklich Liebe weiterzugeben und offen zu sein für die Schritte, die wir auch mit Trauma gehen können.

Das Schöne, wenn wir unser Trauma lösen, geschieht nicht nur bei uns Heilung, sondern es erstreckt sich in die Ahnenreihe hinter uns und strömt sogar zu unseren Kindern und Enkeln – das gesamte Familienfeld erfährt Heilung.

Herzliche Grüße

Marianne

PS: Es braucht Zeit und genauso viel Geduld, wenn wir uns dem Trauma nähern. Vieles können wir alleine regulieren und lösen. Wenn es um frühkindliches Trauma geht ist es nicht so einfach, dann ist es hilfreich sich Unterstützung zu holen.

Wenn du dich unterstützen lassen möchtest, ich bin gerne für dich da >>>Hier erfährst du mehr

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