Wie du deine Spiritualität mit deinem Alltag verbindest

Mir begegnen so viele Menschen, die spirituell sind. Sie nehmen so vieles wahr, was sich unsichtbar zwischen Himmel und Erde bewegt. Sie behalten ihr inneres Wissen für sich, trauen sich nicht es auszusprechen. Haben Angst für verrückt erklärt zu werden.

Wie kann sich Spiritualität ganz einfach in unserem Alltag einfügen? Wie kann sie in jeden Bereich unseres Lebens strömen und sichtbar werden?

Spiritualität ist etwas ganz wunderbares, wenn sie mit der Erde verbunden ist. Ich möchte dir ganz einfach nahe bringen, wie es möglich ist beides, deinen Alltag und die Spiritualität zu verbinden.

Immer mehr Menschen erwachen, das bedeutet sie nehmen mehr wahr, was wir mit unseren äußeren Augen nicht sehen. Sie erkennen mehr und mehr ihre wahre Bestimmung. Sehen mit ihren inneren Augen die Welt um sich herum. Es kann sein, dass sie Gefühle, Bilder, Gedanken spüren, die sie bis dato nicht wahrgenommen haben.

Alles schön und gut, doch wie gehen wir damit um? Wie kann diese neue Errungenschaft geteilt werden? Wie passt sie in unseren Alltag?

Viele Erwachende behalten diese neuen Wahrnehmungen für sich. Sie reden nicht darüber. Sie spüren, dass es nicht in ihr Umfeld passt. Haben Angst für einen Spinner gehalten zu werden. Versuchen sogar die Tür der Spiritualität mit aller Macht wieder zu schließen oder sie feste zuzudrücken. Es kann so weit gehen, dass sie sich nach dem Leben vor dem Erwachen sehnen. Damals war alles viel einfacher.

Erwachen und Spiritualität

Ich kann das total gut verstehen. Genau in dieser Erwachensphase war ich auch. Auf einmal konnte ich mehr wahrnehmen, konnte mich selbst besser spüren. Gefühle kamen auf, die ich zuvor nie wahrgenommen habe. Ich konnte sehr schnell spüren, wenn es jemand nicht gut geht, egal, ob er gerade bei mir war oder nicht. Energien, die nicht besonders toll waren tauchten vor meinen inneren Augen auf und gleichzeitig entstand eine tiefe Verbundenheit mit der geistigen Welt.

Alles schön und gut, doch wie passte das zu meinem Leben? Wie konnte ich das in meinem Alltag einbinden?

Genau darüber möchte ich heute schreiben. Möchte dir zeigen, wie es möglich ist beides Himmel und Erde – Spiritualität und Alltag, auf eine leichte und liebevolle Weise zu verbinden. Möchte dich inspirieren auf eine sanfte und natürliche Weise deine erwachte Spiritualität in dein Leben einzuladen.

Eine Welle von Spiritualität rollt an

Ich erinnere mich noch gut an die Phase meines Erwachens. Es fühlte sich an, wie eine riesige Welle, die auf mich zurollte, unverhofft traf sie mich. Ohne Schutzschild berührte sie mich. Das fand ich damals nicht so prickelnd. Diese Welle öffnete Türen, die lange verschlossen waren, die ich krampfhaft zugehalten hatte. Damals empfand ich diese Welle nicht gerade als Liebeswelle, eher als ein Orkan.

Heute weiß ich, dass diese Welle sehr viel Liebe in sich trug. Manchmal brauchen wir diese kraftvollen Wellen, damit einiges in Bewegung kommt, damit Veränderung geschehen kann.

Ich habe bemerkt, dass wir beides brauchen, die kraftvollen Wellen, wie die sanften Wellen. Wir brauchen die starke männliche Seite, wie auch die zarte weibliche Seite. Öffnen wir unsere Türen nur für die eine Energie, fehlt uns etwas. Oder lassen wir beide Energien nur begrenzt in unser Leben, fehlt etwas.

Bei jedem Erwachen, kommt ein ganzer Schwung an Spiritualität mit in unser Leben. Mit Spiritualität meine ich eine geistige Energie, die so viel Liebe in sich trägt. Eine Liebe, die wir bis dahin noch nicht erlebt haben. Eine Liebe, die unbeschreiblich ist, die einfach da ist, ohne Grund. Eine Liebe, die nicht sichtbar ist, die wir mit unserer alten Art von Gefühlen nicht wahrnehmen können. Sie ist einfach da.

Diese Liebe verwandelt und verändert alles in uns. Unser Denken, unser Handeln unser Sein. Wir verwandeln uns in liebevolle Wesen. Wesen, die mehr wahrnehmen, die mehr lieben, die mehr von sich ausdrücken möchten.

Zu Beginn meinen wir, es geht nur uns so, wir sind die einzigen, die sich verwandeln. Wir sind die einzigen, die mehr wahrnehmen.

Warum ist das so?

Weil die meisten Erwachenden es für sich behalten. Sie haben scheu es zu äußern. Sie trauen sich nicht an die Öffentlichkeit mit ihrer erwachten Spiritualität. Natürlich hat sich das die letzten Jahre gewandelt. Immer mehr Menschen erwachen, immer mehr Menschen öffnen sich dafür und tragen es nach außen.

Doch immer wieder begegnen mir Menschen, die Mühe haben mit ihrer Spiritualität. Die nicht wissen, wie sie in ihren Alltag passt. Ihr Partner versteht das Ganze nicht, die Kinder schon gar nicht. In ihrem Umfeld hat niemand etwas mit Spiritualität am Hut.

Spiritualität ist ein Geschenk – nimm es an

Ganz wichtig ist zuerst, die erwachte Spiritualität für sich anzunehmen. Zu spüren, es ist ein Geschenk, es ist eine wundervolle Kraft, die sich mehr entfalten will, die mir dienen möchte. Und sie darf sich in meinem liebevollen Rhythmus entfalten.

Je mehr wir unsere Spiritualität als etwas ganz natürliches annehmen, umso einfacher wird es sich in unseren Alltag eingliedern. Es ist nichts abstraktes, es gehört zu unserem Leben. Spiritualität will gelebt werden, will fließen, sonst ist es eine starre Maße, die eher behindert.

Je mehr du zu deiner eigenen Spiritualität ja sagen kannst, je einfacher wird sie sich in deinen Alltag einfügen.

Jede kleinste Handlung ist heilig, kann von Spirit durchzogen sein. Wenn ich in meinem Garten arbeite, wenn ich putze, wenn ich koche. Gerade wenn noch mehr Spiritualität zu uns fließt ist es wichtig gut geerdet zu sein, sich mit der Erde zu verbinden. Ob mit einer Meditation oder mit ganz einfachen alltäglichen Arbeiten. Umso leichter verbinden sich die beiden Energien.

Wie meine Spiritualität ihren Weg in den Alltag fand

Einige Beispiele, wie meine Spiritualität in meinem Alltag Einzug hielt, teile ich gerne. Ich betete jeden Abend mit meinen Kindern, ein Tischgebet kam dazu. Las meinen Kindern aus Büchern vor, die mit kindlicher Spiritualität zu tun hatten. Erwähnte bei bestimmten Situationen die Engel, als unsere Helfer. Erzählte in kleinen Schritten von meinen Wahrnehmungen, immer nur so viel, wie gerade notwendig war. Versuchte meine Spiritualität nicht den anderen überzustülpen (was nicht so einfach ist ;-))

In meiner Partnerschaft erkannte ich, ich darf voranschreiten, ich muss nicht warten, bis mein Partner den genau selben Erwachensprozess erlebt wie ich. Ich darf voller Vertrauen meinen Weg gehen, ihn immer wieder einladen mitzugehen. Ihm erlauben, seine eigenen Spiritualität zu entdecken. Ihm erlauben in seinem Tempo weiterzugehen.

Ich weiß, das ist manchmal eine riesige Herausforderung. Wie gerne hätte wir, dass unser Partner immer genau, dieselben Erfahrungen macht, immer genau dieselbe Form von Spiritualität lebt wie wir. Aber das ist nicht möglich, von Natur aus, sind wir eigenständige Wesen. Mann und Frau sind verschiedene Wesen, sie tragen unterschiedliche Energien in sich, haben andere Erfahrungen gemacht. All das spielt eine große Rolle.

Es kann sein, dass Freunde wegfallen, dass sie nicht mehr zu dir passen. Dass sie mit deiner Form von Spiritualität nicht mehr klar kommen. Das ist in Ordnung, jeder hat seine Zeit, jeder wird in seine Spiritualität erwachen.

Je mehr wir unserem Partner, unseren Kindern und unserem gesamten Umfeld die Freiheit lassen, umso einfacher wir es sein, die Spiritualität zu leben.

Treffe dich mit Gleichgesinnten

Für mich war und ist es eine enorme Hilfe mich mit Gleichgesinnten zu umgeben. Mit Menschen, die ihre Spiritualität leben und auch gerne teilen. Wie schön ist es, über seine Erfahrungen und Wahrnehmungen offen und frei zu sprechen. Wenn man ein Gegenüber hat, der zuhört und versteht. Der einem zu spüren gibt, ich sehe dich, so wie du bist. Du brauchst dich nicht zu verstellen.

Ja und wie immer einer sollte beginnen, mutig über seine Wahrnehmungen zu sprechen, zu schreiben, seine Form finden, seine Spiritualität zu teilen. Für jeden von uns gibt es eine äußere Form, wenn sie sich zu Beginn auch sehr klein anfühlt, sie wächst, je mehr wir mutig teilen.

Herzliche Grüße

Marianne

 

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