Was Geld mit Fülle und Liebe zu tun hat

Wenn ich mit Klienten oder Seminarteilnehmern spreche erzählen sie mir oft, dass sie mehr Fülle möchten. Einfach mehr Geld, um sich all das zu ermöglichen, was sie gerne tun wollen.

Das kann ich gut verstehen, auch in meinem Leben ist Fülle ein wichtiger Aspekt.

Wir benötigen eine gewisse Menge an Geld, damit unser Leben einfach und liebevoll fließen kann. Wenn wir immer oder für längere Zeit im Mangel sind, verkrampfen wir uns. Alles zieht sich zusammen und wir können uns nicht mehr für Fülle – für Geld öffnen.

Es ist vollkommen klar, dass wir in der jetzigen Zeit ohne Geld nicht leben können. Wir benötigen eine Grundausstattung an Geld.

Es gibt einige Menschen, die es schaffen ohne Geld zu leben. Das sind Lebenskünstler, die andere Formen entdeckt haben. Sie tauschen ihr Wissen oder andere Gaben mit anderen Menschen. Auch das ist eine Möglichkeit in Fülle zu leben.

Wenn wir aber zu den Durchschnittsmenschen gehören, die noch Geld benötigen, dann müssen wir Wege suchen, damit genügen Geld zu uns fließt. Mit genügend meine ich, so viel, damit wir ruhig, freudvoll und zufrieden leben können.

Ich habe festgestellt, dass jeder Mensch eine andere Sichtweise von genügend Geld hat. Für den einen reicht es, wenn seine monatlichen Verpflichtungen abgedeckt sind. Ein anderer möchte noch einiges aufs Sparbuch legen, der nächste möchte sich viel mehr leisten können. So unterschiedlich ist das Verhältnis zu Geld.

Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist nichts

Dieser Satz stimmt für mich nicht ganz, doch er hat eine Menge an Wahrheit. Hier in Deutschland benötigen wir Geld für unsere Grundbedürfnisse. Doch wenn wir nur nach Geld haschen, den Blick nur noch nach verdienen richten, dann fehlt etwas.

Es fehlt die Liebe zum Geld.

Es fehlt die Dankbarkeit zum Geld.

Es fehlt die Achtung zum Geld.

Ich glaube, das Verhältnis zu Geld wird sich die nächsten Jahre ganz drastisch ändern. Wir werden ein neues Verstehen für Geld entwickeln.

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Öffne dich für mehr Fülle – für mehr Geld

Ich bin in der Nachkriegszeit aufgewachsen, da gab es nicht viel Geld. Meistens war kaum Geld vorhanden. So bekam ich als Kind schon sehr früh das Gefühl, Geld ist etwas ganz Besonderes – das haben nur ganz bestimmte Menschen. Geld ist nicht für alle da, das prägte sich sehr in mir ein. Das fühlte sich sehr eng und klein an.

Erst im Laufe meines Erwachens stellte ich fest, dass dieser Raum des Geldes nichts statisches ist. Der Raum kann sich verändern. Es muss nicht immer so bleiben. Jede Prägung können wir   verändern und verabschieden.

Ich entdeckte, dass wir die Schöpfer unseres Lebens sind. Natürlich dauerte es noch eine Weile, bis ich Geld wirklich annehmen konnte, bis ich mir erlauben konnte meine Türen ganz weit für Geld zu öffnen.

Immer wieder tauchten auch Gedanken auf, bin ich wirklich wert, Geld anzunehmen? Darf ich zu der Gruppe von Menschen gehören, die in Fülle leben? Oder sollte ich lieber meine Türen schließen und so weiter leben, wie ich aufgewachsen bin?

Es ist nicht einfach solche alte Prägungen zu verabschieden, immer wieder tauchen sie auf. Manchmal aus dem Nichts, wenn ich es nicht erwarte. Doch mittlerweile kann ich sie annehmen und sie liebevoll fließen lassen.

Ich renne nicht mehr davon weg oder bekämpfe sie. Sie waren ein Teil von meinem Leben und ich kann sie einfach ziehen lassen. Ich kann mir erlauben, dass etwas Neues mich prägt. Wir können alle Prägungen verwandeln. Wir können Mangel in Fülle verwandeln. Ist das nicht wundervoll!

Ein neues Verstehen für Geld und Fülle

Natürlich hat Fülle nicht nur mit Geld zu tun. Wenn wir Fülle gleichsetzten mit Geld, wird es sehr eng. Wir nehmen uns die Chance andere Formen von Fülle zu entwickeln oder sie wahrzunehmen.

Wenn wir unseren Blick für Fülle öffnen, sehen wir auf einmal, wie viel Fülle bereits da ist. Für mich bedeutet Fülle viel mehr als Geld.

Zu meinem erfüllten Leben gehört mein Partner, meine Familie, unser Haus, unser Garten, mein Seelenbusiness, Freundschaften, Nachbarschaften.

  • Fülle ist für mich die vielen schönen Momente, die ich hier in der Natur erlebe.
  • Fülle sind die  wunderschönen Begegnungen mit meinen Klienten und Seminarteilnehmern.
  • Fülle ist Verbindung zu meiner Seele jeden Tag etwas mehr zu fühlen
  • Fülle ist Zeit zu haben für mich und meine Bedürfnisse
  • Fülle ist ein Sonnenuntergang auf unserer Terrasse zu beobachten
  • Fülle ist die Einfachheit zu schätzen
  • Fülle ist in den Augenblick einzutauchen
  • Fülle ist die Verbindung zur Erde zu stärken
  • Fülle ist die Liebe Gottes zu fühlen

Ja und auch das Leben hier in Deutschland ist Fülle. Ich finde wir leben hier in einem sehr erfüllenden Land. Das wurde mir wieder mal so schön bewusst als ich vor kurzem in Portugal war.

Ich könnte noch einige Seiten vollschreiben, was Fülle für mich bedeutet. Vielleicht lege ich mir ein Füllebuch an, schreibe rein, was mir zu Fülle einfällt. Eine tolle Idee, die ich grad beim Schreiben erhalten habe. Vielleicht wäre das auch was für dich!

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Geld und der Fülletopf

Wenn wir Geld einfach dazu nehmen zu unserem Fülletopf, dann gehört es zu der Familie Fülle. Es muss nicht mehr alleine abgetrennt stehen.

Mir kommt es manchmal so vor, als ob Geld eine riesige Last trägt. Alles ist auf Geld fokussiert. Geld trägt alle Ängste, allen Mangel und Erwartungen. Geld ist wie alles eine Energie, die fließen möchte. Nur wenn Energie fließt, kann sie uns dienen. Wenn sie zurückgehalten wird, stockt der natürliche Fluss der Energie. Oder wenn die Energie verschleudert wird bekommt der Fluss eine unnatürliche Richtung.

Wie wäre es, wenn Geld auf ganz natürliche Weise seinen Platz einnimmt? Das Augenmerk auf Geld würde balancierter sein. Jeder würde so viel erhalten, wie er braucht. Keiner müsste im Mangel leben.

Geld ist einfach da, so wie alle anderen Füllemomente auch. Keiner müsste sich mehr Gedanken machen, wie er seine Miete, sein Auto, seinen Urlaub bezahlen kann. Geld fließt einfach in unsere Landschaft des Lebens auf ganz natürliche Weise. Genauso wie auch die Liebe in unser Leben fließen möchte. Wir dürfen uns die Erlaubnis geben.

Wir können unsere Türen ganz weit öffnen für mehr Geld, für mehr Fülle für mehr Liebe.

Es ist höchste Zeit, dass wir alles, was uns noch daran hindert mehr Fülle anzunehmen, verabschieden. All die alten Vorstellungen, all die alten Mangelgedanken und -gefühle es darf gehen.

Wir müssen nicht mehr in dem Alten verhaftet bleiben. Wir dürfen erkennen es gibt einen neuen Weg – einen Weg heraus aus dem Mangel, hinein in die Fülle. Erlaube es dir – JETZT.

Du bist eingeladen…

Was bedeutet für dich Fülle?

Hast du Fülle auf Geld reduziert oder bedeutet es für dich noch viel mehr?

Ich freue mich über deine Sichtweise zu Geld und Fülle. Wenn du magst schreib unten einen Kommentar.

Herzliche Grüße

Marianne

 

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2 Kommentare

  1. Renate Vogel

    Liebe Marianne,
    danke für deine Gedanken zum Geldfluss!
    Ich kenne beides – das Gefühl: “Aus der Fülle ist die Fülle genommen und doch bleibt die Fülle erfüllt”, und das Erleben, durch Arbeitslosigkeit in eine Situation zu geraten, die einem sofort eine gewisse Enge verursacht, da man den monatlichen Verpflichtungen nicht mehr gerecht wird….! Und dabei spürt man dann ganz schnell auch andere Menschen in dieser Situation, z.B. auf dem Arbeitsamt vor dem Zimmer für das Arbeitslosengeld, die ebenso Angst haben, und vielleicht auch unverschuldet durch ein Raster gefallen sind, und nicht mehr einer Gesellschaftsnorm entsprechen – erfolgreich und vermögend zu sein!!Soviel entschuldigende Kommentare habe ich da vernommen, um ja nicht den Anschein zu erwecken, als Schmarotzer Geld vom Staat zu nehmen. (und dabei saß ich ja auch nur da, um dieses zu bekommen!!)
    Ein riesiges Thema, dass du hier ansprichst, und es beschäftigt mich seit langem, ob wir wirklich in allem die Schöpfer unseres Lebens sind?! Oder ob nicht auch schicksalhafte Zusammenhänge unser Leben bestimmen, und wir Dinge erleben, die uns in unseren Seelen wachsen lassen sollen?
    Natürlich hat man dabei die Möglichkeit die Fülle der Natur zu genießen und vielleicht gelingt es einem so tatsächlich wieder in diese Fülle zu kommen, weil einem dieses Erfülltsein neue Kraft schenkt, um nicht durchs Raster zu fallen!
    Auf jeden Fall blicke ich voller Demut auf dieses Thema, und im Wissen, dass ich in letzter Instanz nicht weiß, weshalb die einen im Geld schwimmen und die Anderen es sich so hart erarbeiten müssen?
    Ganz lieben Gruß
    Renate

    • Marianne Hauser

      Liebe Renate,

      es freut mich von dir zu hören und deine Gedanken zum Geld finde ich sehr bereichernd.

      So wie du es beschreibst erleben es viele hunderte Menschen, sie schämen sich arbeitslos zu sein. Sie möchten nicht als Versager dastehen. Doch ist das wirklich so? In meinen Augen sind sie keine Versager, sondern sie brauchen im Moment einfach Unterstützung, die sie annehmen dürfen. Auch ich war mal eine kurze Zeit arbeitslos, ich kenne das so gut. In der Zeit habe ich gelernt anzunehmen, was der Staat für mich bereit hält. Ich glaube, wir können in solchen schwierigen Zeiten immer etwas mitnehmen. Für mich war es zu erkennen, es ist für mich gesorgt, ich darf meine Türen weit öffnen und die Fülle rein fließen lassen. Ich habe gerade nach unserem Portugal Urlaub so viel Dankbarkeit empfunden, dass ich hier in Deutschland wohne, wir haben hier ein soziales Netz, dass uns trägt.

      Du weißt, dass ich das Thema Geld sehr gut kenne, Mangel ist kein Fremdwort für mich. Und doch oder gerade deshalb, habe ich gelernt zu vertrauen, vertrauen, dass für uns gesorgt wird. Auch zu lernen mein Herz weit zu öffnen und die wunderschönen Gaben anzunehmen. Ich glaube in allem ist ein Geschenk verborgen, wenn wir es im Moment der Schwere auch nicht erkennen können.

      Sende dir eine liebe Umarmung!
      Marianne

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