Puste dich in deine Leichtigkeit

Vor kurzem suchte ich etwas im Keller, da begegneten mir einige Flaschen mit Seifenblasen.

Dazu noch eine riesige Flasche mit Nachfüllmaterial für die Seifenblasenspender.

Es wäre ganz einfach gewesen sie nicht zu beachten und nach dem weitersuchen, was ich benötigte.

Doch eine innere Stimme ließ mich innehalten. Ich erinnerte mich, wie schön es ist Seifenblasen in die Luft zu pusten.

Ja es war wohl eines meiner inneren Kinder, die mich dazu animierten, die Flaschen zu schnappen, sie zu füllen und schnell nach draußen zu gehen. Es machte mir so viel Freude und Spaß, die Seifenblasen in der Luft schweben zu sehen.

Jetzt stehen auf unseren Terassentischen jeweils eine Flasche Seifenblasen. Und immer wenn ich vorbei komme, steigen fröhlich Seifenblasen in die Luft – mindestens einmal am Tag ;-)

Ja, warum erzähle ich euch davon?

Lerne wieder zu spielen

Es ist etwas so einfaches mit den Seifenblasen, es benötigt ein bis zwei Minuten. Es vermittelt so viel Freude, Leichtigkeit, Freiheit.

In uns allen befinden sich Kinder, die gerne spielen wollen. Als Erwachsene vergessen wir das zunehmend. Wenn noch Kinder im Haus sind, werden wir immer wieder daran erinnert, sie fordern uns auf mit ihnen zu spielen.

Doch sobald die Kinder ausgeflogen sind, so wie es bei uns der Fall ist, tritt das Element Spiel schon mal in den Hintergrund. Viel zu oft kommt die Pflicht und das Tun in den Vordergrund.

Bis unsere inneren Kinder aufschreien oder sie leise anklopfen, hey da war noch was, hey wir sind auch noch da.

Wie schön ist es, Kinder zu beobachten, wie sie total im Spielen versunken sind. Sie vergessen alles um sich herum. Sie sind präsent, indem, was sie tun. Die Voraussetzung ist, dass sie noch Zeit haben zu spielen. Oft fehlt heute auch bei den Kindern die Zeit zum Spielen vor lauter Terminen.

Ich habe für mich herausgefunden, je mehr die Kinder spielen können, je mehr sind sie präsent indem was sie tun.

Das gleiche gilt für uns Erwachsene. Können wir abtauchen, wo wir uns gerade befinden, dort präsent sein, was wir gerade tun?

Wenn wir das nie gelernt haben, wird es nicht so einfach sein. Wenn wir als Kind nie Zeit hatten für unser Spiel, kann es sehr herausfordernd sein.

Aber es gibt die gute Nachricht, egal was einmal war, du kannst alles nachholen – es ist nie zu spät! ;-) Es braucht nur deine Bereitschaft. Du kannst dir erlauben zu spielen.

Alleine die Erlaubnis das Element Spiel in dein Leben einzuladen, setzt ungeahnte Kräfte frei.

Durch die Seifenblasen wurde ich an die Leichtigkeit, Freiheit und auch die Vergänglichkeit erinnert.

1. Leichtigkeit

Wir benötigen die Leichtigkeit, damit sich alles, was wir anpacken einfach, leicht und mit Freude gestaltet. Wenn sich alles nur noch schwer und mürbe anfühlt, dann ist Leichtigkeit angesagt.

Dann schnapp dir eine Flasche Seifenblasen und lasse die Seifenblasen durch die Luft fliegen – am besten jeden Tag.

Schau zu, wie sie mit Freude und Leichtigkeit durch die Luft tanzen, wie sie ihre Farbe verändern, wie sie glitzern und strahlen.

2. Freiheit

Wie schön ist es den Seifenblasen zuzuschauen, wie sie frei durch die Luft schweben. Es erinnert mich an das Gefühl von Freiheit. Nichts engt ein, nichts begrenzt. Bestimmt kennst du auch das Gefühl, dass sich alles eng und begrenzt anfühlt. Der Wunsch nach Weite taucht auf.

Lade dich zu einer Runde spielen ein, schnapp dir eine Flasche Seifenblasen und lasse die Seifenblasen durch die Luft fliegen – am besten jeden Tag.

Schaue zu, wie sie ihre Freiheit genießen, wie sie ihre Farbe verändern, wie sie glitzern und strahlen.

3. Vergänglichkeit

Die Seifenblasen lernen mich auch, mich mit der Vergänglichkeit zu beschäftigen. Sie sind nur für einen Moment sichtbar, ruckzuck zerplatzen sie. Sie zeigen ihre Schönheit nur für einen kleinen Augenblick. Aber gerade dieser winzige Augenblick erfüllt mein Herz, bringt mir Freude. Und er fordert auf, mach weiter, forme die nächsten Seifenblasen.

Wir Erwachsene sind es so gewohnt etwas langlebiges zu erschaffen. Etwas, was sich lange hält, etwas für das wir lange arbeiten müssen. Wenn wir wüssten es hält sich nur für einen winzigen Augenblick, würden wir dann beginnen? Bestimmt nicht.

Das ist das Beeindruckende am Spielen, wir erschaffen etwas und gleichzeitig ist es im nächsten Augenblick wieder weg – wie bei den Seifenblasen.

die königin

Deine inneren Kinder jubilieren

Ab und zu mit spielerischen Augen wahrnehmen, was sich in deinem Leben zeigt.

Ab und zu alles liegen lassen und spielen

Ab und zu Seifenblasen formen

Ab und zu den Seifenblasen nachschauen

Ab und zu wieder Kind sein

Deine inneren Kinder werden jubilieren, sie werden sich erkannt und gewürdigt fühlen. All das, was sie lange nicht bekommen haben, kannst du nachholen, du kannst es ihnen schenken.

Wir alle haben innere Kinder in uns, die viel zu wenig Liebe, Schutz, Geborgenheit, Leichtigkeit, Freiheit, Freude erhalten haben. Die alle viel zu wenig spielen durften. Der Ernst des Lebens hat sie gelernt zu funktionieren. Die Freude am Spiel geriet in Vergessenheit.

Es braucht so wenig, ein Kind glücklich zu machen. Deine inneren Kinder brauchen einen Menschen, der liebevoll da ist. Der Mensch bist du, so wie du heute bist.

Vereine deine Arbeit, deinen Alltag mit dem Spielen

Diese Geduld, Ausdauer, Freude, Freiheit und Leichtigkeit mitnehmen in unseren Alltag, mit hinein in unsere Arbeit, dazu lädt uns das Element Spiel ein. Es muß nichts getrenntes sein, erst die Arbeit, dann das Spiel. Es kann sich wunderbar vereinen, es kann miteinander, Hand in Hand in deinen Alltag fließen.

Das Element Spiel darf sich in deinen Alltag hineinweben, wie ein goldener Faden in einen bunten Teppich. Der goldene Faden möchte hervortreten, möchte sichtbar werden, er möchte nicht übersehen werden.

Wie viele goldene Fäden du in deinen Teppich hineinwebst, das bleibt dir überlassen. Du alleine erlaubst es dir.

Der Teppich von einem Kind sieht etwas anders aus, da sollte das Spiel vorherrschen. Da gibt es viele goldene Fäden, da wird der Grundstein des Spielens gelegt, da entsteht die Freude am Spiel. Darauf können wir als Erwachsene zurückgreifen, wir können uns auf den Teil des Teppichs setzen und genießen.

Wenn dein Kinderteppich zuwenig goldene Fäden hat, erlaube dir den Teil neu zu weben, nimm dir etwas mehr Zeit zum spielen, webe deinen Spielteppich.

Du wirst sehen, wenn dein Spielteppich da ist, braucht es nur wenige Minuten am Tag, wo du dich zurückziehst, wo du spielst. Deine inneren Kinder bleiben auf dem Spielteppich und sind glücklich und zufrieden, wenn du dich als Erwachsener zeigst.

Also ich werde weiter meine Seifenblasen durch die Luft schweben lassen. Mal sehen, was meinen inneren Kindern noch so alles einfällt ;-)

Du bist eingeladen…

Gerne kannst du in einem Kommentar unter diesem Beitrag mitteilen, wie es dir mit deinem Element Spiel geht. Hat das spielen einen festen Platz in deinem Leben?

Alles Liebe euch!

Marianne

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