Mit 12 Schritten raus aus der Erstarrung

Keine Frage, wir alle sind von den momentanen, weltweiten Ereignissen in unserem normalen Rhythmus gestört, unser Leben ist angehalten. Das kann sich wie eine Erstarrung anfühlen.

Wie können wir in einen neuen natürlichen, liebevollen Rhythmus zurückfinden?

Gerne möchte ich dir heute 12 Schritte vorstellen, die dich durch die momentane Zeit begleiten, die dich ganz langsam aus der erzwungenen Situation in eine neue Lebendigkeit führen.

Erstarrung und Hilflosigkeit kommen ans Licht

So ganz langsam kommen wir wieder in einen geregelten Tagesablauf. Es wird zwar noch eine Weile dauern bis sich eine Normalität einstellt. Mir kommt es so vor, als ob ein Teil der Erde still gestanden hat. Einerseits eine wunderschöne Stille, eine erholsame Stille. Andererseits fühlt sich ein anderer Teil, wie erstarrt an. Wie eine Schockstarre, die durch dieses Ereignis ans Licht kommt. Eine Starre, die bereits da war, die wir in uns tragen, die jetzt erst richtig zum Vorschein kommt. Dazu kommz noch die Hilflosigkeit, die uns angesichts des wochenandauernden Rückzugs beschäftigt. Eine super tolle Mischung aus Angst, Hilflosigkeit und Ohnmacht, die uns regelrecht erstarren lässt

Unser Leben wurde von jetzt auf gleich angehalten – ein Stoppschild wurde hochgehalten. Jetzt sinkt das Stoppschild ganz langsam, macht dem Schild, Vorsicht,  Platz. Das Leben darf langsam wieder in Fluss kommen. Ganz vorsichtig dürfen wir uns mit Schutzmaßnahmen wieder im Außen bewegen.

Nun geht es langsam weiter, das Leben möchte wieder fließen, es möchte Lebendigkeit einkehren. Die Starre möchte sich auflösen. Das Wetter zeigt es uns ganz deutlich, kein Regen, kein Fließen, die Natur trocknet aus – wird hart.

Es ist ein großer Übergang von Bewegungslosigkeit zu Lebendigkeit, von Rückzug zu Bewegung. Wie können wir diesen Übergang gestalten? Wie können wir liebevoll in das Neue gehen?

Dieser große Einschnitt, der die gesamte Erde betrifft, lässt uns nicht einfach an dem alten gewohnten Leben anknüpfen. Wir können nicht von jetzt auf gleich da weitermachen, wo wir vor einigen Wochen aufgehört haben. Es ist wie ein großes Loch, das dazwischen liegt. Wir können in dem Loch bleiben oder wir bauen uns eine Brücke. Eine Brücke, die uns ganz langsam und liebevoll in das Neue trägt.

Nutze die Chance – baue eine Brücke

Es ist nicht einfach, so schnell – innerhalb ein paar Wochen – diese Schlucht zu überwinden. So viel ist und wird uns auch noch begegnen, so viel, was nicht mehr in das Neue passen wird. Wir sind aufgefordert, das hinter uns zu lassen, was nicht mehr zu uns gehört, was nicht mehr in unser Leben passt. Wir können über die Brücke in das Neue treten und das alte in die Schlucht abfließen lassen. Mit jedem Schritt, den wir weitergehen, können wir das Neue aufnehmen und das alte abgeben. Das Schöne, wir müssen das nicht machen, uns nicht anstrengen, uns nicht stundenlang dafür abrackern. Es geschieht von alleine. Genau das ist das herausfordernde, es ist bereits da – das Neue – was vor uns liegt, wartet auf uns.

Wir sind es nicht gewohnt, dass etwas einfach so da ist. Unsere Prägungen vermitteln uns das Gegenteil. In der Vergangenheit mussten wir schwer für etwas arbeiten, es verdienen. Jetzt ist es bereits da. Die Herausforderung ist, die alten Verhaltensmuster und Prägungen hinter uns zu lassen. Es darf leicht und liebevoll sein.

Die erzwungene Stille war eine große Chance, in dieser Zeit können wir unsere Brücke bauen, können erahnen, wie das neue Leben sich anfühlen wird. Das was ich hier versuche zu beschreiben wird sich nicht von einem Tag oder einem Monat auf den anderen ereignen. Es wird Jahre dauern bis wir in diesem neuen Rhythmus ankommen. Je nachdem wie viel Vorarbeit wir schon geleistet haben – wie bereit wir in der Vergangenheit dafür waren ;-)

Bei einigen wird die Brücke, zack zack da sein, bei anderen wird es noch dauern. Es ist unser Bewusstsein, dass uns nach vorne schreiten lässt. Je bewusster wir sind, umso leichter geht es. Bewusstsein lässt sich nicht kaufen oder mit unserem Willen herzaubern. Bewusstsein entwickelt sich mit uns. Bewusstsein lässt sich mit Wachstum vergleichen. Ein Baby braucht seine Zeit um zu laufen, wir können es nicht nach der Geburt auf die Beine stellen und sagen so jetzt lauf los. Das wird nicht gelingen.

Alles hat seinen bestimmten Rhythmus, seine bestimmten Wachstumsschritte. Genauso ist es mit unserer inneren Entwicklung, mit unserer Seele, sie folgt einem Plan – dem göttlichen Plan. Das beruhigt mich ungemein, hier können wir mit unserem Verstand nicht eingreifen, hier gibt es ganz andere Gesetzmäßigkeiten, hier regiert die Liebe. Die Liebe weiß genau, was wir benötigen, was uns wachsen lässt.

12 hilfreiche Schritte

Na gut, jetzt wirst du vielleicht sagen, was kann ich tun, damit dieser Schritt, dieser Übergang von Bewegungslosigkeit in Lebendigkeit, von alt nach neu, sanft und liebevoll vollzogen wird?

Gerne möchte ich dir einige Tipps geben, die ich schon viele Jahre probiert habe. Möchte dich inspirieren dran zu bleiben, möchte dich ermuntern dich jeden Tag daran zu erinnern. Du bist ein wunderschönes Wesen, das hier ist um zu wachsen und das zu teilen, was du mitgebracht hast.

1. Nimm dir jeden Tag einige Minuten Zeit nur für dich

Nimm dich wichtig, gönne dir jeden Tag einige Minuten nur für dich. Am besten mehrmals am Tag. Öfters ist besser, als einmal eine Stunde. Gewöhne dich langsam an diese Auszeiten. Du bist wertvoll und darfst dir diese Minuten schenken. Der Satz: “Ich hab keine Zeit, gilt nicht mehr”.

2. Verbinde dich mit der Erde, du kannst dich verwurzeln

Stelle dir vor unter deinen Füßen geht es weiter, wie bei einem Baum, auch du hast Wurzeln. Lasse deine Wurzel tief in die Erde wachsen, verbinde dich mit der Erde. Lasse dich von der Erde halten, lasse dich von der Erde nähren und ganz liebevoll versorgen.

3. Verbinde dich mit der Liebe, sie ist immer für dich da

Du bist verbunden mit der Liebe, mache dir das bewusst. Wie ein großer Baum strecke deine Äste nach oben in den Himmel. Die Liebe schützt, versorgt und vertraut dir. Du bist ein Kind der Liebe, egal, was du getan hast, egal, was du noch tun wirst – du bist geliebt.

4. Spüre deine innere Mitte

Himmel und Erde bewegen sich durch dich, sie tanzen ihren gemeinsamen Tanz. Sie kommen in deiner Mitte zusammen, sie möchten sich in dir vereinen. Spüre deine innere Mitte, wo befindet sie sich? Bleibe für einige Augenblicke in deiner inneren Mitte, atme, atme, atme.

5. Öffne dich für Unterstützung, ob energetisch oder auch im Außen

Wir alle sind soziale Wesen, wir brauchen Unterstützung, wir müssen nicht alleine durch unser Leben gehen. Unterstützung kann bedeuten, du öffnest dich für deine himmlischen Helfer, wie Engel oder für deine Krafttiere. Auch im Außen gibt es genügend Hilfe, kannst du dich dafür öffnen?

6. Erschaffe dir einen Wohlfühlraum

Um uns geborgen und sicher zu fühlen, brauchen wir einen geeigneten Raum. Einen Ort, wo wir alleine sein können, wo wir uns wohlfühlen. Das kann ein Zimmer, ein Platz im Garten, ein Ort in der Natur sein. Finde deinen Wohlfühlort.

7. Lasse deinen Blick öfters nach vorne schweifen, hinein in das Neue

Blicke nach vorne, die Vergangenheit ist vorbei, die Gegenwart formt sich. Je präsenter du bist, umso leichter verwandelt sich das hinter dir. Lasse deinen Blick nach vorne wandern, blicke raus aus dem Fenster in die Ferne.

8. Auch wenn es unangenehm ist, versuche da zu bleiben

Wenn du beginnst dich mehr mit dir und deinem inneren zu beschäftigen kann es mitunter unangenehm sein. Die harten dunklen Ecken werden beleuchtet und vielleicht fühlst du die ungelösten Schichten in dir. Das ist vollkommen normal. Du machst nichts falsch.

9. Wechsle zwischen angenehm und unangenehm

Wenn du unangenehmes in dir entdeckst, breche nicht ab, versuche da zu bleiben und erkenne die angenehmen Seiten in dir, etwas Schönes, auch wenn es noch so klein ist, es gibt etwas total angenehmes in dir oder auch um dich herum. Dann wechsle zwischen den beiden. Beobachte was geschieht.

10. Hingabe und Mut gehören zu jedem neuen Schritt

Immer wenn wir nach vorne gehen, wenn wir etwas neues erkunden, braucht es Hingabe und Mut. Wie bei einer Wanderung, wir kennen den Weg noch nicht, wir gehen mutig bergauf auch wenn es anstrengend und herausfordernd ist.

11. Erkenne, du bist nicht alleine auf dem Weg

Wir alle gehen durch diese Wachstumsphase, keiner hier auf der Erde ist davon ausgenommen. Besonders, wenn es sich schwer und herausfordernd anfühlt, erkenne, du bist nicht alleine. Es gibt noch ganz viele andere Menschen, die mit dir unterwegs sind. Verbinde dich mit ihnen. Gemeinsam geht es besser.

12. Mit jedem Schritt wirst du zu dem was du wirklich bist – ein lichtvolles Seelenwesen

Jeder Schritt in Richtung Liebe lässt dich zu dem werden, was du wirklich bist – ein lichtvolles Seelenwesen. Deine Seele kennt den Weg, sie hält den kompletten Plan für dich. Du musst es nicht wissen, es ist bereits angelegt – erlaube es einfach.

Zusammenfassung der 12 Schritte

  1. Nimm dir jeden Tag einige Minuten Zeit für dich
  2. Verbinde dich mit der Erde, verwurzle dich
  3. Verbinde dich mit der Liebe, sie ist immer für dich da
  4. Spüre deine innere Mitte und bleib da
  5. Öffne dich für Unterstützung, ob energetisch oder auch im Außen
  6. Erschaffe dir deinen Wohlfühlraum
  7. Lasse deinen Blick öfters nach vorne schweifen, hinein in das Neue
  8. Auch wenn es unangenehm ist, versuche da zu bleiben
  9. Wechsle zwischen angenehm und unangenehm
  10. Hingabe und Mut gehören zu jedem neuen Schritt
  11. Erkenne, du bist nicht alleine auf dem Weg
  12. Mit jedem Schritt wirst du zu dem was du wirklich bist – ein lichtvolles Seelenwesen

Probier es aus

Vielleicht können dir meine 12 Schritte helfen, dich ermuntern es auszuprobieren. Auch wenn du nur ein paar Minuten am Tag daran denkst, das ist schon ein kleiner Schritt. Es sind die kleinen Schritte, die uns langsam, leicht und liebevoll bewegen. Je geduldiger und achtsamer du bist, umso mehr lernst du deinen eigenen liebevollen Rhythmus kennen.

Seit ich mir diese Zeit schenke, erkenne ich, wie wichtig es ist meinem Rhythmus zu vertrauen, nicht dem schnellen vorgegebenen Lauf zu folgen, sondern das zu tun, was für mich passend ist. Ich weiß, das geht nicht immer, soll es auch nicht, doch wenn wir es für einige Minuten am Tag schaffen, kann es sich mehr und mehr festigen. So erschaffen wir eine liebevolle und kraftvolle innere Mitte, die uns durch den Tag trägt.

Herzliche Grüße

Marianne

P.S. Wenn du offen bist für Unterstützung, ich bin gerne für dich da.

 

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