Wie du deine Kraft und Macht mit 5 Schritten sinnvoll einsetzt

Die letzten Tage begegnen mir in meinen Meditationen immer wieder die Wörter “Kraft und Macht”. Was verbinde ich damit? Ich verbinde damit die Kraft der Erde, die uns trägt und die Macht des Himmels, die uns beschützend einhüllt.

Die Erde trägt uns jeden Tag, sie nährt und hält uns. So oft vergessen wir, uns mit der Erde zu verbinden, bzw. überhaupt daran zu denken, dass da unter unseren Füßen ein Planet wohnt, der uns unterstützt.

Wir nehmen das als selbstverständlich hin. Ich finde, es ist ein großes Geschenk, dass wir hier auf der Erde wohnen dürfen, dass sie uns eine Bleibe bietet.

Je mehr wir uns mit der Erde verbinden können, umso mehr sind wir geerdet, umso mehr können wir die Kraft der Erde in uns aufnehmen. Wir können unseren Platz einnehmen, genau da wo wir leben. Wir können unseren Platz ausfüllen mit unserer kraftvollen Energie.

Wir benötigen die Kraft der Erde, sonst schweben wir entwurzelt durch die Gegend. So wie ein Baum Wurzeln benötigt um zu wachsen, um die Nahrung aus der Erde aufzunehmen, genauso benötigen wir unsere Wurzeln, damit wir standfest unseren Platz einnehmen können.

1. Verwurzle dich wie ein Baum

Sind wir gut verwurzelt, wie ein starker Baum, entwickelt sich unser Leben in einem tiefen Vertrauen. Wir überlegen nicht mehr, warum bin ich hier, was ist mein Weg, wohin führt mich mein Weg, wie geht es weiter, kann ich den Menschen vertrauen, kann ich meinen Gefühlen und Gedanken vertrauen. Es entsteht ein Gefühl von getragen und gehalten sein. Du spürst diese Kraft in deinen Füßen, sie strömt hinauf in deinen Körper, du bist gehalten, die Erde trägt dich.

Ich nehme immer wieder in meinen Einzelsitzungen und Seminaren wahr, wie gerade bei sehr empfindsamen Menschen die Erdung fehlt oder zu wenig vorhanden ist. Ihre Energien bewegen sich im oberen Bereich, alles unterhalb Bauchnabel ist nicht so ausgeprägt. Doch wenn wir zu unserer Kraft geführt werden, wenn wir in Kontakt kommen mit unserem tiefen Urvertrauen, wenn wir unsere Seele spüren möchten, dann ist die kraftvolle Energie der Erde so hilfreich.

Unsere Seele möchte in allen Bereichen unseres Körpers wohnen, sie möchte auch in die Tiefen bis hinunter zu den Füßen sinken und sich mit der Erde verbinden.

Wenn wir unsere Bestimmung leben möchten, das was wir hier auf der Erde teilen wollen, dann braucht es eine kraftvolle Verbindung zur Erde. Ansonsten verpufft alles und wir wundern uns, dass unsere Projekte sich nicht verwirklichen.

Wir können noch so wunderbare Ideen haben, wir können uns inspirieren lassen und alles nur erdenkliche versuchen, um ein neues Projekt umzusetzen. Wenn wir nur im oberen Bereich, sprich unserem Verstand alles durchdenken, wird es sich nicht oder nur holprig entwickeln.

Unser Verstand kann die tollsten Formen entstehen lassen, wir können uns alles wunderbar ausmalen. Doch wie sieht es aus, wenn es Realität werden sollte? Wird es sichtbar, nimmt es Gestalt an?

Immer wenn du etwas Neues kreierst, wenn du es in deinen Vorstellungen langsam entstehen lässt, kommt der Moment, wo es mit der Erde in Berührung kommen sollte.

Ich vergleiche das gerne mit einer Pflanze. Gerade ist wieder die Zeit, wo ich demnächst Tomaten vorziehe. Ich kann mir die Tomaten vorstellen, wie sie an dem Strauch hängen, wie sie langsam reif werden. Ich kann mir vorstellen, wie ich sie pflücke und in eine rote reife Tomate beiße.

Das ist alles wundervoll, doch wenn ich in dieser Vorstellung bleibe, werde ich im Sommer keine Tomate genießen können. Es braucht einiges mehr. Es braucht meine Bereitschaft, dass ich den Samen in die Erde lege und ihn einige Woche pflege. Er braucht Licht, Wasser und immer wieder meine liebevolle Pflege.

Wenn das Pflänzchen kräftig genug ist, darf es in das Gewächshaus umsiedeln. Es braucht mehr Raum zum wachsen. Es braucht den Halt der Erde, damit es seine Wurzel in die Erde senken kann. Und es benötigt weiterhin meine Pflege, wie gießen, Triebe ausbrechen und düngen.

Erhält die Tomatenpflanze all diese Voraussetzungen, werde ich höchstwahrscheinlich im Sommer mit einer reichen Ernte rechnen können. Manchmal kommen noch ungeplante Herausforderungen dazu, wie Ungezieferbefall, zu starke Hitze oder Kälte.

Bis aus einem winzig kleinen Samen eine kraftvolle Tomatenpflanze hervorkommt, dauert es und braucht ziemlich viel Geduld und Vertrauen.

Warum erzähle ich das? Weil ich es immer einfacher finde, die Natur zu beobachten, damit ich verstehe, wie wir ein neues Projekt in die Welt bringen. Die Natur lebt es uns vor.

2. Fühle deine Macht

Wenn wir das Wort Macht hören, bringen wir es oft mit etwas negativen in Bezug. Macht hat etwas sehr dominierendes an sich. Wir haben gerade hier in Deutschland schon so viel Macht auf sehr negative Weise erlebt. Wir sind sehr geprägt von diesen vergangenen Erfahrungen. Leider geben wir dadurch unsere Macht gerne ab oder wir nehmen sie nicht vollkommen in Besitz.

Macht ist etwas ganz wichtiges. Für mich symbolisiert Macht eine Energie, die aus der Liebe Gottes entstanden ist. Sie erinnert uns, dass wir diese Macht auf eine klare und liebevolle Weise einsetzen sollten.

Sie zeigt uns, dass die Liebe die stärkste Macht ist. Wir sind mit dieser liebevollen Macht hier auf die Erde gekommen und dürfen sie auch für uns einsetzen. Wir sind beschützt von dieser Macht, sie hilft uns voller Vertrauen unseren Lebensweg zu gehen.

Wenn wir unsere Macht links liegen lassen, meinen es geht ohne sie, kann es vorkommen, dass es immer wieder Situationen gibt, die uns wegbringen von dem was wir umsetzen wollen.

Vielleicht kennst du das, du bist dran deine Visionen umzusetzen, eine neue Idee möchte sich zeigen. Du hast alle äußeren Bedingungen geklärt und doch kommen permanent störende Elemente, die deine Idee einfach nicht wachsen lassen.

Wenn ich zurück zu dem Beispiel mit der Tomatenpflanze komme, könnte das Ungeziefer sein, das meine Pflanzen befällt. Gut, ich könnte jetzt klein beigeben und sagen, so ist es eben, dann ernte ich dieses Jahr keine Tomaten.

Oder ich könnte all meine Macht einsetzen und dafür sorgen, dass das Ungeziefer mein Gewächshaus verlässt.

Ich entscheide mich für die zweite Variante. ;-)Ich habe keine Lust eine Pflanze groß zu ziehen und sie dann vernichten zu lassen. Ich höre so oft den Satz in meinen Beratungen, da kann man nichts machen, ich muss das hinnehmen. Ich muss mich dem beugen.

Oft höre ich den spirituelle Satz: “Es ist so von Gott gewollt” Lange habe ich das auch so angenommen. Bis ich erfahren habe, dass es nicht Gott ist, der uns das vermiesen möchte.

Ich glaube nicht, dass Gott möchte, dass wir aussäen und nicht ernten können. Er möchte, dass wir unsere Früchte ernten. Er möchte, dass wir unsere Macht einsetzen, will heißen, immer und immer wieder das Ungeziefer oder Unkraut aus unserem Garten zu entfernen. Auch wenn es manchmal ziemlich anstrengend ist. Wir dürfen unsere Macht einsetzen. Eine Macht, die aus der Liebe geboren ist. Keine Macht, so wie wir es jahrzehntelang erfahren haben. Keine Macht ausüben, die andere klein und willenlos werden lässt. Eine Macht, die uns mehr in unsere Größe wachsen lässt. Eine Macht, die für andere inspirierend ist. Eine Macht, die die Erde und alles Leben miteinbezieht.

Ich vermute, wenn wir alle mehr unsere natürliche Macht in Besitz nehmen würden, hätte die andere Seite der Macht, die Ausbeutung, Erniedrigung, Hass und Leid, keine Chance mehr.

Die Macht, die mit der Liebe getragen ist, entsteht zuerst in unserem Inneren. Es ist eine innere Grundhaltung. Je mehr wir diese Haltung einnehmen, je mehr wird sie sich auch im Außen zeigen.

Wir dürfen kraftvoll für uns und unsere Bedürfnisse einstehen. Es ist ein Dienst an uns selbst und gleichzeitig dient es allem was lebt.

Wenn wir nicht nur mit unserem Verstand die Macht erkennen, sondern mit unserem Herzen mit unserer Seele fühlen, wie wundervoll Macht sich anfühlt, dann können wir Schritt für Schritt mehr und mehr in unsere Macht wachsen.

3. Ein Feld der Kraft und Macht entsteht

Beides die Macht Gottes und die Kraft der Erde unterstützen uns. Wenn wir beide Energien auf klare und liebevolle weise einsetzen, entsteht ein Feld der liebevollen Macht.

Vielleicht fragst du dich jetzt, ja wie soll das gehen, was soll ich tun? Ich verbinde mich regelmäßig mit der Erde und dem Himmel. Beide Energien lade ich ein, sie dürfen durch mich strömen. Egal, ob das in meinem morgendlichen Einstimmungen ist, oder ob ich mich draußen in der Natur aufhalte. Ich erinnere mich an die beiden – die Macht des Himmel und die Kraft der Erde. Sie unterstützen mich, sie erinnern mich immer wieder, sie in alles, was mich umgibt fließen zu lassen.

Ich weiß, es ist nicht immer einfach, so viel umgibt uns, was uns wegbringen möchte, weg von der Liebe, weg von der Natur. Da standfest zu bleiben, seinen Werten treu zu bleiben, ganz schön herausfordernd. Aber ich denke es ist mehr den je wichtig.

Heilung geschieht nur, wenn wir diese beiden Energien mit einbeziehen. Ohne Gott, ohne die Erde geschieht keine wahre Heilung. Wir brauchen beide, damit wir gesunden können, egal ob am Körper, Geist oder Seele.

Wir können uns mit dem Himmel verbinden, so wie der Baum seine Äste hoch in den Himmel hineinwachsen lässt, wir uns nach oben strecken, aufrecht und klar unsere Schritte auf unseren Weg setzen. Wir kommen automatisch in unsere Größe, wir spüren den Halt der Erde unter unseren Füßen, wir nehmen die liebevolle Macht des Himmels über unserem Kopf wahr und gehen unseren Weg.

4. Gib dir die Erlaubnis

Wir können uns mit dieser Macht des Himmels und der Kraft der Erde in unserem eigenen Rhythmus entwickeln. So wie ein kleines Kind die Hilfe der Eltern benötigt um sich zu entwickeln, genauso dürfen wir die Hilfe dieser beiden Energien annehmen. Umso tiefer du in die Erde sinkst, umso höher kannst du in den Himmel wachsen – du kannst dein Licht leuchten lassen.

Für mich war und ist es wichtig mich immer wieder mit diesem Feld der Kraft und Macht in Verbindung zu bringen. Dazu gehört, mich auch mit Menschen zu verbinden, die diese Richtung gehen. Mich von den Menschen zu verabschieden, die immer noch tief in der alten Vorstellung von Macht stecken. Jedes Mal, wenn ich mit Menschen zusammen komme, die noch so von Leid, Hass, einfach altem Machtgehabe verstrickt sind, spürte ich das enorm. Muss ich mir das noch antun?

Damit meine ich natürlich nicht, dass wir uns von allem abwenden sollen. Wir sollten spüren, was uns gut tut, was liebevoll ist.

Wenn ich spüre, dass bestimmte Treffen mir nicht gut tun, dass es mir jedes Mal Kraft und Macht raubt, dann halte ich mich in Zukunft davon fern. Ich habe keine Lust mehr meine Zeit mit Menschen zu verbringen, die mich wegholen möchten von meiner Liebe.

Es ist auch immer noch ein Unterschied zwischen Menschen, die wahrnehmen, die spüren, sie stecken fest und möchten Unterstützung erhalten, wie z.B. Menschen, die zu mir in meine Einzelsitzungen oder Seminare kommen. Sie fühlen, sie möchten raus aus dem alten krummen Bewusstsein, das ist toll. Oder den Menschen, die Scheuklappen tragen und nichts verändern möchten, die in ihrem Sumpf bleiben wollen, die weiterhin keine Liebe annehmen möchten.

Damit möchte ich einfach ausdrücken, wir können niemanden verändern, wir können immer nur Unterstützung anbieten, es liegt an jedem, wie viel er erlauben und annehme möchte.

5. Vertraue dir!

Mir gibt das ein sehr gutes Gefühl, ein Gefühl wir sind nie alleine, ein Vertrauen, das langsam wachsen darf. Wir Menschen haben alle schon so viel erlebt, dass wir nicht unbedingt mit tiefem Urvertrauen gesegnet sind, doch das muss nicht bedeuten, es muss immer so sein. Wir können mit jedem Tag selbst entscheiden, uns für mehr Vertrauen zu öffnen, uns für die Kraft der Erde und die Macht des Himmels zu öffnen, es uns erlauben diese Liebe anzunehmen.

Ich vertraue mir und meinen Wahrnehmungen und setze diese Macht auf liebevolle Weise ein. Mit jeder Erfahrung, die ich mache, kann diese Macht und Kraft wachsen. Manchmal gelingt es nicht gleich, dann heißt es nicht aufgeben, dran bleiben. Auch vertrauen, wenn es nicht gleicht klappt. Einfach weiter gehen, sich weiter in die natürliche liebevolle Macht entwickeln. Sie ist da, sie lässt uns nicht im Stich.

Dann kann sich langsam dein Pflänzchen in die Erde hineinsenken, deine Blüte kann sich in ihrem eigenen Rhythmus entfalten – du kannst erblühen. Ist es nicht wunderbar, wenn die Erde von ganz vielen verschiedenen Blumen übersät ist, die alle langsam erblühen, die alle in ihre eigenen Kraft und Macht kommen? Ich finde das eine sehr schöne Vision, wenn wir auch noch weit davon entfernt sind, doch wir können selbst damit beginnen – heute.

Die 5 Schritte auf einen Blick:

  1. Verbinde dich mit der Kraft der Erde
  2. Verbinde dich mit der Macht des Himmels – Gott
  3. Lasse ein Feld der liebevollen Kraft und Macht entstehen
  4. Erlaube dir alles was dich ausmacht, was dich umgibt, mit diesem Feld in Berührung zu bringen
  5. Vertraue dir und deinen Wahrnehmungen
Herzliche Grüße

Marianne

 

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2 Kommentare

  1. regina brachat-schwab

    Liebe Marianne,
    danke dir für diesen wunderbaren Beitrag. Dieses Thema hattest du im Seminar schon einmal angesprochen, da hat es mich tief berührt, jetzt kommt die “Erinnerung” zu einem ausgesprochen passenden Zeitpunkt. Im letzten Jahr ist in meinem Leben so viel geschehen, wir sind durch viele Tiefen gegangen, unterwegs habe ich die Verbindung zu meiner Macht verloren.
    Danke für die Erinnerung.

    Alles Liebe
    Regina

    • Marianne Hauser

      Liebe Regina,

      schön von dir zu lesen. Das freut mich sehr, dass dich mein Beitrag an deine Kraft und Macht erinnert hat.

      Es kann schon mal vorkommen, dass wir vergessen, dass wir die Erlaubnis haben unsere Macht einzusetzen. Aber das Schöne, wir können sie immer wieder zurückholen und sie klar und liebevoll in unser Leben fließen lassen.

      Alles Liebe dir!
      Marianne

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