Hast du Mühe mit dem Wort Nein?

Kennst du das, du hast dir vorgenommen einen gemütlichen ruhigen Abend zu verbringen, da kommt ein Anruf, ob du jemanden einen Gefallen tun kannst und genau an diesem Abend.

Was tun? Du hast zwei Möglichkeiten, du sagst Ja und dein Date mit dir verschiebst du, oder du sagst ein klares Nein und nimmst dir die Zeit, die du für dich eingeräumt hast. Was ist dir wichtiger?

Das Wort Nein macht uns manchmal Mühe, es macht uns Mühe es auszusprechen. Oft möchten wir Nein sagen und sagen trotzdem Ja. Aus lauter Verantwortung für andere Menschen kommt das Nein nicht über unsere Lippen. Wir hauchen ein zartes Ja und meinen innerlich doch ein Nein.

Wie oft hast du schon zu etwas Ja gesagt und in dir kam ein Nein und doch hast du dieses Nein nicht gehört, wolltest es nicht hören, du hast es übergangen. Du dachtest das andere ist doch viel wichtiger, wichtiger als dein inneres Gefühl, deine inneren Bedürfnisse.

Wenn das einmal vorkommt o.k., das fällt nicht so ins Gewicht. Doch kommt dieses Ja zu etwas, von dem wir nicht einverstanden sind regelmäßig aus unserem Mund, kann das sehr frustrierend sein. Es ist für dich frustrierend und kann deine Begeisterung lähmen.

Begeisterung und Wut

Begeisterung ist eine kreative und belebende Energie, wird sie eingedämmt, kann sie mit der Zeit lähmend wirken und kann umschlagen in Wut. Jede Energie, die nicht gelebt wird, kann sich in eine destruktive Energie verwandeln. Energien möchten  fließen, ins Leben fließen, lassen wir unsere Energien nicht frei, suchen sie sich einen anderen Weg. Meistens ist diese Form nicht so angenehm, sie überschüttet uns in Momenten, wenn wir nicht darauf gefasst sind.

In solchen Momenten können wir erkennen, etwas ist aus dem Ruder gelaufen, da habe ich meinen Bedürfnissen zu wenig Raum eingeräumt. Spätestens dann ist der Zeitpunkt inne zu halten und zu überlegen, wo habe ich zu oft Ja gesagt und Nein gedacht.

Ein Nein hilft dir Ja zu sagen

Ein Nein kann ein Ja bedeuteten. Ein ja zu mir selbst, ein Ja zu meinen Gefühlen, ein Ja zu meinen Gedanken, ein Ja zu allem was mich ausmacht. Durch das Nein, kann ein tiefes Ja entstehen.

Ich weiß es ist nicht einfach ein Nein auszusprechen, wenn der Gegenüber ein Ja erwartet, wenn ich genau spüre, der andere benötigt meine Hilfe. Aber wer ist wichtiger, ich oder der andere? Natürlich bin ich hilfsbereit, keine Frage, in Notsituationen werde ich sofort auf der Matte stehen. Doch wie oft habe ich schon einfach Ja gesagt, anstatt den ruhigen Abend zu genießen?

Ich lerne immer mehr mich und meine wahren Bedürfnisse an erste Stelle zu setzten. Nur wenn ich mich wichtig nehme, kann ich auch die Bedürfnisse anderer Menschen erkennen.

Der Jasager in mir

Ich kenne diese Jasager genau in mir, sie möchten mir immer wieder weis machen, wenn du jetzt Nein sagst, aber dann…! Was wird schon Schlimmes geschehen? Oft geschieht gar nichts, es ist sogar hilfreich für den Anderen, er darf erkennen, dass das Nein etwas in Schwung bringen kann, er spürt, er darf sich wichtig nehmen, er darf ein Nein aussprechen und wir dürfen lernen dieses Nein zu akzeptieren. Je mehr wir unsere Jas zu uns aussprechen umso mehr können wir auch die Neins, die uns begegnen annehmen.

Mir geben meine Neins ungemein viel Raum, sie schenken mir Freiheit, ich gebe mir die Freiheit, das zu sagen und zu tun, was liebevoll und sinnvoll für mich ist. Aus jedem Nein entsteht ein Ja zu mir. Dadurch entsteht Raum für immer mehr Vertrauen in mich und meinem Sein. Ich spreche die Wahrheit, die ich in mir fühle aus, das gibt mir ein gutes Gefühl.

Wie geht es dir mit dem Nein, hast du Mühe es auszusprechen?

Wie geht es dir mit dem Ja zu dir?

Möchtest du deine innere Wahrheit noch mehr erkennen  und auch klar aussprechen, dann kann dir eine Einzelsitzung Unterstützung bieten – ich freue mich auf dich.

Herzliche Grüße

Marianne

 

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    Bildquelle: aboutpixel.de  hängematte © mr.nico

    2 Kommentare

    1. Ursula Grohmann

      Sehr gut, liebe Marianne. Du triffst es auf den Punkt!

      man erkennt sich selbst darin!

    2. Marianne Hauser

      Liebe Ursula,
      schön von dir zu lesen. Ja, ich darf auch immer wieder üben :-)
      Herzlichst Marianne

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