GeburtsTrauma und die 5 Punkte des schöpferischen Erschaffens

Die letzten Monate treten immer mehr traumatische Erlebnisse in den Vordergrund – sie möchten sich zeigen, damit sie erkannt und letztendlich auch geheilt werden.

Ist es möglich, unsere GeburtsTraumen zu erkennen?

In meinem Blogbeitrag geht es heute nochmal weiter mit den 5 Punkten des schöpferischen Erschaffens. Inwieweit spielen unsere traumatischen Erfahrungen mit hinein?

Erlebnisse hinterlassen ihre Abdrücke

In meinen beiden letzten Blogbeiträgen geht es um das schöpferische oder auch kreative Erschaffen. Mit 5 Punkten können wir diesen Ablauf unterstützen. Die 5 Punkte geben dem schöpferischen Erschaffen eine liebevolle Struktur. Es ist wie ein roter Faden, der sich durch den jeweiligen Schöpfungsakt zieht. Der rote Faden kann sich durch deinen Tag bewegen, durch ein Gespräch, durch einen Text, durch ein besonderes Ereignis und auch durch deine Geburt.

Je nachdem wie wir etwas in der Vergangenheit erlebt haben, können uns besondere Ereignisse prägen, sie hinterlassen Abdrücke. Diese Abdrücke sind wie Muster, die in unserem Körper und Energiefeld festhängen. Je kleiner wir waren, umso weniger nehmen wir sie bewusst wahr.

Bei allem, was wir tun, gibt es immer einen Anfang und ein Ende. Davor, danach und auch dazwischen liegen einige Geschehnisse. Je nachdem, wie wir diese Zeiten erlebt haben, können sie uns nähren, erfüllen, kräftigen oder sie drücken uns nieder, stimmen uns traurig, bremsen uns, engen uns ein. Wir können das Gefühl haben, wir können nie mit etwas beginnen, hören nach den ersten Schritten auf oder bringen nie etwas zu Ende oder schämen uns, wenn etwas beendet ist.

Willkommen und gehalten sein

Seit ich mich mehr und mehr mit Trauma beschäftige, bin ich erstaunt, wie viel gerade die ersten Erlebnisse unserer Geburt oder sogar schon Vorgeburt mitspielen. Ich beschäftige mich schon viele Jahre mit diesen Prägungen, doch diese Tiefe, die die traumatischen Erlebnisse hinterlassen, lassen mich immer wieder erstaunen. Gleichzeitig sehe ich es als total normal an, wir sind Wesen mit Gefühlen und feinen Wahrnehmungen. Gerade wenn wir so ganz frisch als Baby das Licht der Welt erblicken, so völlig nackt und hilflos daliegen, nehmen wir alles unverfälscht wahr. Unser kleiner Körper speichert jede Berührung, unser Bewusstsein nimmt alles ungefiltert auf.

Bin ich willkommen?

Erhalte ich die Geborgenheit, die ich so nötig brauche?

Werde ich liebevoll gehalten?

Gibt es genügend Schutz und Grenzen?

Ist da eine fürsorgliche Mama ein schützender Papa?

Mehr Klarheit durch die 5 Punkte

Jede Geburt ist ein schöpferischer Akt, ein heiliges Ereignis. Ein Kind Gottes erblickt das Licht der Welt, es taucht ein in die Dichte der Erde. Ein kleiner Engel hat sich entschieden, hier auf die Erde zu kommen. Gibt es etwas Schöneres? Ich empfinde es jedes Mal als ein Wunder, wenn ich von einer Geburt höre. Wie gehen wir mit diesem Wunder um, geben wir ihm einen liebevollen Rahmen oder sehen wir es als etwas Alltägliches an?

Die 5 Punkte des schöpferischen Erschaffens ziehen sich auch durch die Geburt

1. Wie erlebe ich die Vorbereitung auf die Geburt? – Vorbereitung

2. Wie erlebe ich den Beginn der Geburt? – Beginn

3. Wie erlebe ich die Geburt? – Mitte

4. Wie erlebe ich das Ende der Geburt? – Ende

5. Wie erlebe ich die Zeit nach der Geburt? – Integration

Waren diese Erlebnisse mit den 5 Punkten einigermaßen konstant, dann werden wir in unserem Leben mehr oder weniger gut und elegant durchgehen. Gab es bei einem oder mehreren Punkten Hindernisse, ziehen sich diese Prägungen durch unser Leben.

Erkenne deine Herausforderungen

Bei der Traumaheilung ist es nicht wichtig, dass wir unsere Geburt bis ins Detail nachvollziehen können. Natürlich kann es sein, dass unsere Mutter uns genau erzählt, wie die Geburt abgelaufen ist. Das ist eine Möglichkeit mehr über die Geburt zu erfahren, aber, ja jetzt kommt das aber, es ist die Sichtweise der Mutter. Das kleine Wesen kann es nochmal ganz anders erlebt haben. Mit den 5 Punkten des schöpferischen Erschaffens können wir sehr gut erkennen, wo die Herausforderungen stecken.

Ich war erstaunt, wie ich mit den 5 Punkten erkennen konnte, wo meine Hindernisse sich versteckt haben. Seit ich die 5 Punkte in meinem Leben anwende, zeigt es mir immer klarer, wo ich zu wenig Liebe, zu wenig Raum erhalten habe bei meiner Geburt. Wo es zu schnell, zu hastig, zu eng, zu unbewusst war.

Ganz viel Mitgefühl für unsere Mütter und Väter

Ich möchte hier mit meinem Blogbeitrag niemanden anklagen, keine Mutter, keinen Vater. Jeder kann zu dem jeweiligen Zeitpunkt immer das tun, was gerade möglich ist. Gerade in meiner Generation wurde der Schwangerschaft und Geburt nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie heute. Die Mütter mussten gleich danach wieder funktionieren, bekamen kaum Zeit und Raum zum Ausruhen, die Geburt konnte nicht ausreichend integriert werden.

Ich empfinde oft großes Mitgefühl für die Mütter unserer Generation, was sie meistens mit vielen Kindern leisten mussten. Die Männer waren damals nicht bei der Geburt dabei, also keine zusätzliche Unterstützung für die Frauen. Vieles hat sich seither geändert, die Männer werden miteinbezogen, sie sind bei der Geburt und auch danach für die Mutter und das Baby da.

Du bist eingeladen…

Wie geht es dir mit den 5 Punkten des schöpferischen Erschaffens? Hast du an einem oder mehreren Punkten Mühe? Kannst du eine Verbindung zu deiner Geburt erkennen?

Gerne kannst du zum besseren Verstehen die beiden Blogbeiträge zu dem Thema nachlesen:

1. Die Kunst, Freiheit und Struktur zu vereinen – 5 Punkte des schöpferischen Erschaffens

2. Eine Übung mit den 5 Punkten des kreativen Erschaffens – Audioaufnahme

Wenn bei dir dazu noch Fragen auftauchen oder du Erfahrungen mit dem Thema teilen magst, freue ich mich immer von dir zu hören. Gerne kannst du untern einen Kommentar hinterlassen oder du schreibst mir eine E-Mail.

Herzliche Grüße

Marianne

P.S. Wenn du Unterstützung beim Verarbeiten deiner traumatischen Erlebnisse brauchst, ich bin gerne für dich da. >>>Hier erfährst du mehr

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