Geburtstrauma – ist es heilbar? – Video

In meinen vorhergehenden Blogbeiträgen ging es um Trauma vor, während und nach der Geburt. Heute geht es um Lösungsansätze, wie wir damit umgehen können.

Gibt es eine Möglichkeit Trauma aus der Geburt zu lösen?

In meinem Blogbeitrag möchte ich darauf eingehen, was wir tun können, wenn wir Geburtstrauma im Gepäck tragen. Gerne zeige ich dir, wie du auf eine körperorientierte und traumasensible Weise dein Trauma lösen kannst.

Der Körper hat alles gespeichert

In meinem letzten Video habe ich über die 5 Phasen der Geburt erzählt. Heute möchte ich einen Schritt weiter gehen. Was können wir tun, wenn wir Geburtstrauma erlebt haben?

Die 1. Phase, die Vorbereitung, 2. der Beginn, 3. die Mitte, das Ende und die Integration zum Schluss. Heute möchte ich erzählen, was können wir tun, wenn wir irgendwo in einer Phase, an einem Punkt dieser Geburtswelle etwas erlebt haben, als kleines Wesen, was nicht so ideal, was schmerzhaft, was einfach total schlimm war, ein Trauma ist entstanden. Hier könnten wir jetzt sagen, ja ok, das war halt so, können wir nicht ändern. Das zieht sich dann durch unser ganzes Leben oder gibt es eine Möglichkeit, dass wir dieses Trauma erstmal erkennen, lösen und letztendlich auch heilen können.

Ich arbeite ja schon viele, viele Jahre als Coach mit Schwerpunkt Traumaheilung und es ist für mich immer wieder total berührend, wenn ich mit meinen Klienten an den Punkt der Geburt komme und das geht nicht, weil ich sie vielleicht ganz direkt dahin führen will, sondern das geschieht automatisch. Das ist das Schöne, der Körper und auch unser Energiefeld, hat alles gespeichert.

Der Körper hat die ganzen Erfahrungen des Lebens, also auch der Geburt gespeichert, werden wir dahin geführt, am besten geht es immer mit Begleitung. Gerade bei diesen frühkindlichen Traumata brauchen wir Begleitung.

Ein geschützter und liebevoller Raum

Wir gehen Schicht für Schicht durch und irgendwann landen wir bei der Geburt. Dann kann es sein, dass von diesen fünf Punkten ein Punkt auftaucht. Es könnte sein, dass zum Beispiel bei der Vorbereitung kein geschützter, liebevoller Raum da war, beim Beginn war alles chaotisch durcheinander, in der Mitte gab es Komplikationen oder zum Ende hin, gab es vielleicht auch wieder etwas Furchtbares und die Integration wurde ganz übergangen.

Was können wir da jetzt tun? Wenn wir in der Sitzung an diesen Punkt kommen, gibt es die schöne Nachricht. All das, was damals gefehlt hat, kann nachgeholt werden. Wir müssen nicht wieder in das Gleiche hinein, wir gehen da nicht wieder total in dieses Trauma, sondern das, was kommt, darf sich zeigen.

Als Coach, halte ich den Raum, ich begleite, ich bin dabei. Dann gibt es die Möglichkeit, dass wir diese Erfahrung ins Positive lenken.

Was auch immer schön ist, es dürfen Helfer da sein, liebevolle Helfer. Das kann ein Mensch sein, das kann etwas aus der Natur sein, das könnte ein geistiges Wesen sein, Jesus, Maria ist da ganz wunderbar geeignet. So kann sich die Vorbereitung und auch der Beginn ganz anders gestalten, wenn wir uns sicher fühlen, gehalten fühlen, auch wunderbar begleitet fühlen, dann kann das eine ganz andere Stimmung im Körper aufbauen.

Mit viel Geduld und Mitgefühl

Manchmal reicht es einmal durch diese fünf Phasen zu gehen, manchmal dauert es, je nachdem wie schwerwiegend die Geburt war. Wir brauchen Geduld, viel Mitgefühl und dürfen Unterstützung annehmen, so können wir diese Phasen immer wieder durchgehen, bis wir merken, jetzt ist der Anteil durchgegangen, konnte weitergehen, konnte zum Ende kommen, zur Integration.

Ich finde, das ist so eine wunderschöne Arbeit, gerade mit diesen frühkindlichen Anteilen, wenn sie merken, sie werden da abgeholt, wo sie zurückgeblieben sind.

Wie schön ist es, wenn wir lebendiger werden und das geht auch noch im höheren Alter, ich spreche aus Erfahrung, auch wenn wir 60, 70, 80 oder sogar 90 sind, können wir vieles, vieles nachholen. Es braucht die Bereitschaft dafür. Manchmal gibt es schmerzhafte Phasen, die wir durchgehen, aber wenn wir begleitet werden, eine liebevolle, achtsame Begleitung haben, wird es einfacher.

Herzliche Grüße

Marianne

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